Laternenfest & Martinigans

 

Der Martinstag wird am 11. November begangen, dem Tag der Grablegung des Hl. Martin. Martin von Tours (um 316–8. November 397) kam in Szombathely (Steinamanger im heutigen Ungarn) zur Welt und gelangte als römischer Offizier nach Gallien.

Er begegnete einem frierenden Bettler vor den Toren der Stadt Amiens, teilte seinen Mantel und wurde – nachdem sich der beschenkte Bettler als Christus zu erkennen gab – zum Christentum bekehrt. Der Legende nach flüchtete Martin vor seiner herannahenden Benennung zum Bischof von Tours, wobei er sich in einer Höhle versteckte. Schnatternde Gänse sollen ihn aber verraten haben und so wurde er zur Übernahme des Bischofsamtes genötigt. Darauf nimmt der Festschmaus mit der gebratenen Gans vor der sechswöchigen Adventfastenzeit Bezug.

Bekannt ist aber auch, dass der Martinstag in enger Verbindung zu einem Handwerkerbrauch steht. Die Handwerker feierten den 11. November mit einem Lichtfest. Sie beendeten von nun an die Tagesarbeit sobald Kerzenlicht benötigt wurde. Nach einem Umzug mit Laternen fand in den Zunfthäusern ein Fest statt bei dem das „Lichtgansl“ serviert wurde.