Der Adventkranz

Was darf im Advent auf keinen Fall fehlen?

Natürlich der Adventkranz! Mitten in der Corona-Pandemie wollen wir dennoch auf die besinnlichste Zeit des Jahres nicht vergessen, die Adventzeit.

Das Binden eines Adventkranzes in der Vorweihnachtszeit zählt zu den vergleichsweise jungen Volksbräuchen in Kärnten und fand erst im 20. Jahrhundert seine Verbreitung.

Es ist dennoch ein längerer Weg vom kreisrunden Leuchter, auf dem der evangelische Theologe J. H. Wichern am 1. Advent 1839 erstmals eine Kerze entzündete, bis zur Materialien- und Gestaltungsvielfalt, die dem Adventkranz heute den Charakter eines individuellen und dennoch „halbsakralen“ Dekorationsobjektes verleiht.

Von einem immer wieder zitierten „uralten Brauchtum“ kann in diesem Fall keine Rede sein. Allerdings gab es im 19. Jahrhundert bereits Vorläufer des Adventkranzes in seinem heutigen Erscheinungsbild, die möglicherweise den Weg für diesen neuen Brauch mitbereiteten. So wurde im Alpenraum beispielsweise der Herrgottswinkel in den Rauchstuben von Bauernhäusern zur Weihnachtszeit einst mit einem kleinen Kranz aus frischem Fichten- oder Tannenreisig geschmückt. Hinter der Verwendung von immergrünen Zweigen in diversen Kulten und Bräuchen können unterschiedliche Bedeutungen und Zeichen gedeutet werden. Im europäischen Raum waren zur Mittwinterzeit über Jahrhunderte verschiedene Lichterkulte gebräuchlich, da der Winter als Zeit der Toten und Geisterumzüge angesehen wurde. Aufgehängte grüne Zweige, die das Leben und die Fruchtbarkeit im Winter repräsentierten, sollten böse Geister vertreiben, die um die Wintersonnenwende (21. oder 22. Dezember) dem Volksglauben nach ihr Unwesen trieben.

Weitere Informationen zum Brauchtum des Adventkranzbindens finden Sie in den nachstehenden Beiträgen.

Wir wünschen eine besinnliche Adventzeit!