Krampus und Nikolo

Während des Advents begegnet uns am Vorabend des 6. Dezember der heilige Nikolaus. Seit dem 17. und 18. Jahrhundert wird er oftmals vom Krampus begleitet und stellt eine typische Erscheinung der Barockzeit dar.

Zu dieser Zeit blühte die Volksfrömmigkeit auf, was sich auch in der Ausschmückung zahlreicher Bräuche äußerte.

Der Krampus wird volkstümlich ebenso „Krampe“ genannt, was sich von „Kralle“ ableitet. Der Name eines Körperteiles steht hier stellvertretend für die gesamte Figur. Er stellt ein Sinnbild für das Böse und den Teufel dar und tritt als gezähmte Teufelsgestalt auf, die aber keinesfalls teufelsgleich ist und die Menschen zum Bösen verführen, sondern durch Bestrafung das Gute hervorkehren möchte. Der Krampus strebt nicht wie der Teufel nach der Seele des Menschen, sondern er versucht Fehlverhalten durch Schläge mit seiner Rute und durch verschiedenen Schabernack zu bestrafen und dadurch vor Augen zu führen.

Weitere Informationen zum Krampusbrauchtum in Kärnten finden Sie in den nachstehenden Beiträgen. Unter anderem erzählt Dr. Heimo Schinnerl, Leiter der Abteilung Volkskunde des Landesmuseums Kärnten, im Video über den Brauch des Krampus und Nikolaus.

Krampus und Nikolo