Aurikel auf der Fünf-Cent-Münze

Im Botanischen Garten des Landesmuseums für Kärnten blüht aktuell die Aurikel (Primula auricula, Primulaceae) besonders schön! Seit der Einführung des Euro schmückt sie die Rückseite der österreichischen Fünf-Cent-Münzen.

Die berühmte Alpenpflanze ist auch unter dem Namen „Petergstamm“, „Gelbes Gamsveigerl“ oder „Flühblümchen“ bekannt.

Die dicklichen Blätter und gelben Blüten der Arikel gehören zu den prägenden Elementen der Felsvegetation in den Kalkalpen. Ihr Verbreitungsgebiet verteilt sich auf die europäischen Gebirge Alpen, Appenninen und Karpaten. Außerdem tritt sie noch an einigen wenigen Plätzen im Jura, im südlichen Schwarzwald und im bayrischen Alpenvorland auf. Primula auricula fällt durch die Entwicklung mehlig bestäubter, relativ dickfleischiger Blattrosetten auf, die oft in Polsterseggenrasen, aber auch direkt in Kalkfelsspalten vorkommen. Im zeitigen Frühling tragen die Pflanzen etwa zehn bis zwanzig Zentimeter hohe Infloreszenzen mit fünf bis zehn charakteristischen, gelben Einzelblüten.

Der gesamte Pflanzenkörper der Aurikel enthält giftige Saponine, Öle und Flavone. Da sogar der Mehlstaub diese Inhaltsstoffe enthält, kann schon ein oberflächlicher Kontakt eine Dermatitis mit Hautrötungen und Bläschenbildung hervorrufen. Besonders gefährdet sind Menschen, die auf Berührungen der Becher-Primel (Primula obconica) allergisch reagieren. Im Gegensatz zu der Giftwirkung anderer Primel-Arten scheint die Intensität der Hautreaktion jedoch bei wiederholter Berührung abzunehmen.

Aurikel auf der Fünf-Cent-Münze