Kostbarkeiten aus Kärntens Museen

Mag. Sonja Kuß restauriert unter anderem historische Bücher im Kärntner Botanikzentrum. Im Radio Kärnten-Interview lässt Sie uns an Ihren Erfahrunge mit Japanpapier teilhaben.

„Aus dem handgeschöpften Japanpapier werden Kunstdrucke, Lampen und Schiebetüren (sog. Shōji) hergestellt, denn das hochwertige Material ist sehr weich und flexibel, aber dennoch stark und stabil. Dadurch kann es in vielen unterschiedlichen Bereichen verwendet werden.“, erzählt Mag. Sonja Kuß (Kärntner Botanikzentrum) im Radio Kärnten-Interview.

Während das Japanpapier, auch bekannt als „washi“, früher unter anderem der Tuschmalerei und Kalligraphie diente, wird es heute vorwiegend für den Kunstdruck, aber auch für die Restaurierung von Büchern, verwendet.

Den Herstellungsprozess des Japanpapiers beschreibt Kuß als sehr schön und meditativ, jedoch als langwierige und nasse Angelegenheit. Papier wird prinzipiell aus dem Rohmaterial Holz hergestellt, wobei es 60 verschiedene Pflanzen gibt, welche für die Papierproduktion verwendet werden können: Neben der bekannten Pflanze Papyrus zählen im europäischen Raum vor allem Flachs, Kulturhanf sowie Abaka zu diesen. In Japan werden zur Herstellung des Japanpapiers unterschiedliche Pflanzenarten (vor allem Seidelbastgewächse) hinzugezogen. Darunter das mit vielen Bitterstoffen versetzte Mitsumata, welches das entstandene Papier auch vor Schädlingen (wie z. B. Silberfischen) schützt.

https://radiothek.orf.at/ktn/20220304/KSSC/1646406686000

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Red. Irmgard Ceesay für Radio Kärnten


Kostbarkeiten aus Kärntens Museen