RUDOLFINUM

DERZEIT AUFGRUND GENERALSANIERUNG GESCHLOSSEN.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Generalsanierung „Rudolfinum Neu“.

Das Landesmuseum Rudolfinum zählt zu den schönsten Bauwerken des 19. Jahrhunderts in Klagenfurt und wurde im Jahre 1884 nach den Plänen des Architekten Gustav Gugitz eröffnet. Gugitz wurde am 10. Mai 1836 in Klagenfurt geboren. Er studierte in Wien am Polytechnischen Institut, an der Akademie der Bildenden Künste und an der Universität. Studienreisen führten ihn nach Deutschland, Mähren, Polen und Schlesien. Er beteiligte sich an Projekten in Wien und Cernowitz und stellte als Mitarbeiter von Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg schließlich gemeinsam mit Josef Storck die Oper in Wien fertig. Seit 1876 wirkte er als Professor und Direktor an der Bau- und Maschinengewerbeschule sowie der gewerblichen Fortbildungsschule in Wien. Zu Gugitz’ Bauten im Stile des strengen Historismus zählen repräsentative Villen und Geschäftshäuser in Wien, Oberösterreich und Italien. Gugitz stellte die Pläne für das Landesmuseum kostenlos zur Verfügung und führte bis zu seinem frühen Tod 1882 die Bauaufsicht.

Wie bei Bauten der Neorenaissance üblich wird das Erdgeschoss von bossierten Quadern gebildet. Die Fenster der beiden Obergeschosse werden von dorischen und jonischen Säulen gerahmt. Die Pilaster und Halbsäulen der Mittel- und Eckrisalite ziehen über beide Stockwerke. Der Relieffries unter dem Dachgesims zeigt Fruchtgirlanden, die durch Symbole der Geschichte, der verschiedenen Künste und Naturwissenschaften gegliedert werden. Die Eingangshalle wurde als offener Säulenhof mit Statuen konzipiert, den aufgrund des alpinen Klimas ein Glasdach schützen musste. Die Gipsabgüsse bekannter antiker Bildwerke wurden nach 1900 durch die aufgefundenen Marmorstatuen aus Virunum ersetzt. Seit 1905 rahmten zwei Gipsstatuen den Fürstenstein in der Vorhalle. Nach dem Bombenschaden des Zweiten Weltkrieges entstanden über der „Monumentenhalle“ zwei Stockwerke.

Der Weg zur Neukonzeption des Rudolfinums wurde in den vergangenen 15 Jahren durch unterschiedliche Analysen und mehrere Studien aus verschiedenen Blickwinkeln vorbereitet. Aufgrund baulicher und konservatorischer Problemstellungen erfolgte in den Jahren 2012/13 einerseits die Anmietung eines Zwischenstandortes als provisorisches Sammlungsdepot und als Bürogebäude für die Bereiche Wissenschaft und Verwaltung. Während einer ersten Bauphase wurde das Dach des Rudolfinums gesichert und die Neugestaltung der Fassade mit der Expertise des Denkmalamtes durchgeführt.

Mit dem Regierungsbeschluss zur Durchführung eines Architektenwettbewerbs im September 2015 wurde der Anstoß zur architektonischen Auseinandersetzung und Neugestaltung für den historischen Museumsbau Rudolfinum gegeben. Aus dem öffentlich ausgeschriebenen Architektenwettbewerb mit 26 nationalen und internationalen Teilnehmern wurde im März 2016 der Entwurf des Klagenfurter Büros Winkler und Ruck Architekten von der Jury (Vorsitz: Architekt Mag. Arch. Andreas Cukrowicz) einstimmig mit dem ersten Preis zur Neugestaltung des Rudolfinums bedacht:

Der Entwurf führt das Gebäude auf seine ursprüngliche klare Grundstruktur zurück, entfernt störende nachträgliche Einbauten und erreicht sämtliche zur funktionalen Ertauglichung erforderlichen Maßnahmen durch minimale homöopathische Eingriffe. (…) Gratulation. So einfach und unaufgeregt kann es sein. Ehrung und Wertschätzung des Alten, zurückhaltendes Ergänzen und Begrüßen des Neuen.


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STANDORT

Rudolfinum

9021 Klagenfurt am Wörthersee, Museumgasse 2

T: +43 (0)50 536-30599
E: willkommen@landesmuseum.ktn.gv.at

Öffnungszeiten:
Derzeit aufgrund Generalsanierung geschlossen - Neueröffnung 2022.